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Di, 04. Dezember 2018

Scheitert der Glasfaserausbau in Hermannsburg und Baven?

Die Welt lacht über die Engländer und ihren dummen Brexit. Lacht bald der Landkreis Celle über Hermannsburg und den verpaßten Glasfaserausbau?

Alle wollen schnelles Internet über Glasfaser. Alle? Nein: Eine kleine Gemeinde im Norden des Landkreises wehrt sich tapfer gegen den Fortschritt.

Für viele reicht Internet per DSL und deren Variante Super-Vectoring derzeit noch aus. Das stimmt aber nur für den Augenblick, denn in wenigen Jahren ist Internet über dünnes Kupferkabel (Klingeldraht-Internet) technisch veraltet und genügt den Anforderungen unserer Lebens- und Arbeitswelt nicht mehr.

In Hermannsburg werben derzeit leider zwei Anbieter um Kunden: die SVO und die Deutsche Glasfaser. Für einen wirtschaftlichen Ausbau müssen dazu jeweils 40 % der Haushalte mitmachen. Anfang Dezember 2018 kommen beide Anbieter zusammen auf magere 25 % und die Vorvermarktungsphase läuft nur ein paar Tage noch bis Mitte Dezember.

Böse Zungen behaupten Anbieter A bietet die falsche Glasfaser-Technik an. Noch bösere Zungen bezichtigen Anbieter B er verbudelle die Glasfaser nur direkt unter der Grasnarbe. Uns so wird mit allerei Redekunst das Projekt regelrecht verhunzt.

Mit dem Begriff „Heimat“ werben beide Anbieter und dieser Begriff hat für die junge Generation eine neue Bedeutung bekommen:

„Heimat ist da, wo ich mehr als zwei Balken auf dem Smartphone kriege!“

Sollte der Ausbau scheitern, wird Hermannsburg für viele Jahre auf ein leistungsfähiges Internet verzichten müssen. Andere Anbieter werden dann das Gebiet scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Kein Investor wird hier gutes Geld verbrennen, schließlich gibt es genügend Regionen, die sich diese Chance nicht entgehen lassen.

Update 12.12.18:

Die Deutsche Glasfaser hat die erforderliche Kundenbasis von 40 % erreicht und wird Hermannsburg und Baven mit der FTTH-Glasfasertechnik versorgen!

Kategorie: Meinung

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